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SARDINIEN


Sardinien
MAGISCHE INSEL 

 SARDINIEN GEHEIMNISVOLLE INSEL : MYSTISCHES ATLANTIS ?

Sardinien hat eine sehr alte und geradezu magische Geschichte, die durch das einzigartige archäologische Erbe der Insel immer wieder neuen Nährstoff erhält. Sie hat ihren Ursprung aber auch in der strategisch wichtigen Position, die die zweitgrößte Insel im Mittelmeer für die Seefahrer der Antike hatte.

Die alten Griechen gaben Sardinien gleich sechs verschiedene Namen. Dies unterstreicht die Bedeutung, die sie der Insel beimaßen. Eine Bedeutung, die auch Grundlage verschiedener Theorien ist, die Sardinien als das sagenumwobene Atlantis wiederentdeckt haben möchten – das mystische Land, das Platon in zwei seiner Dialoge, Timeo und Crizia, beschrieben hat.

Hauptverfechter dieser Theorie ist der sardische Journalist Sergio Frau. Er geht davon aus, dass sich die von Platon erwähnten Herkulessäulen in der Meerenge von Sizilien befinden. Folgt man seinen Überlegungen, könnte Sardinien tatsächlich Atlantis gewesen sein. Und das nuraghische Volk wäre eins mit dem der Shardana oder Šerden (von denen der heutige Name der Insel herrührt). Es gehörte zu den so genannten “Meeresvölkern”, die einst versucht hatten, das Königreich Ägypten zu erobern. Ihre Existenz wird durch die jüngsten Funde der überlebensgroßen Statuen, der so genannten Riesen von Mont’e Prama, im Gebiet von Cabras belegt: Die Fachwelt sieht in ihnen Krieger und persönliche Leibwachen der Pharaonen.

NATUR UND LANDSCHAFTSFORMENES 

Mehr als 80 Prozent des sardischen Territoriums sind gebirgig und hügelig. Die Küsten sind im Nordosten steil, im Süden und Westen flach und sandig. In Küstennähe gibt es einige aus ökologischer Sicht sehr wertvolle Salzseen. Über 1.500 Höhlen durchziehen die Felsformationen der Insel. Die meisten davon sind im Supramonte zu finden.

Sardinien hat eine farbenprächtige und artenreiche mediterrane Vegetation. Pflanzen, die widerstandsfähig und trockenheitsresistent sind wie zum Beispiel Stein- und Korkeichen, Strauchgewächse, Wacholder- und Olivenbäume, aber auch Myrte, Zistrose, Rosmarin und Euphorbien sind auf der gesamten Insel zu finden.

Unter den Säugetieren, die Sardiniens bevölkern, sind die hellgrauen Esel, die kleinen Wildpferde der Giara, Wildschweine, der noch immer vom Aussterben bedrohte sardische Hirsch sowie in den Bergen die Mufflons genannten Wildschafe wohl die bekanntesten. Zuweilen sichtet man auch einen Steinadler. In den Naturschutzgebieten und Nationalparks der Insel finden diese und andere Tiere einen geschützten Lebensraum.

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BEVÖLKERUNG

Die Sarden sind ein sehr altes und – vielleicht dank der Insellage – ein äußerst selbstbewusstes Volk mit starkem Identitätsbewusstsein. Es ist kein Zufall, dass Sardisch als italienische Sprachminderheit und eigenständige Sprache anerkannt ist, unter anderem auch wegen seiner nachweisbaren lateinischen Wurzeln. Auf Grund der geographischen Beschaffenheit und der dünnen Besiedelung gibt es in Sardinien weite, vollkommen unberührten Flächen, auf denen die Tiere in halbwildem Zustand gehalten werden können. Und so haben sich die Sarden traditionell immer hauptsächlich der Viehzucht und der Landwirtschaft gewidmet. Sardinien hat eine im Vergleich zu ihrer Oberfläche sehr geringe Bevölkerungdichte und es gibt wenig Städte.

Noch immer rätseln die Wissenschaftler, ob es an der gesunden, lokalen Ernährung und am Cannonau-Wein liegt, dass Sardinien eine überdurchschnittlich hohe Zahl Hundertjähriger verzeichnet. Eine Familie aus Perdasdefogu in der Ogliastra hält den derzeitigen Guinness-Weltrekord in der Kategorie Langlebigkeit.

Zu den berühmtesten und renommiertesten sardischen Persönlichkeiten zählen Grazia Deledda, italienische Schriftstellerin und erste Frau, die 1926 den Literatur-Nobelpreis erhielt, und Antonio Gramsci, Politiker und Philosoph sowie einer der Gründer der Kommunistischen Partei Italiens im Jahre 1921.

Viele andere Politiker von nationaler Bedeutung, wie Enrico Berlinguer, Sekretär der in den 1970er Jahren starken Kommunistischen Partei Italiens, und Giuseppe Cossiga, früherer Präsident der Republik, wurden in Sardinien geboren und lebten dort.

BRAUCHTUM UND TRADITION

In Sardinien haben die traditionellen Bräuche einen festen Platz im Jahreslauf. Das oftmals von archaischen Ritualen geprägte Brauchtum wird seit Jahrhunderten sorgsam von Generation zu Generation weiter gereicht.

Am bekanntesten dürfte der Karneval sein. Alljährlich gibt es in vielen Dörfern zahlreiche Veranstaltungen mit Masken, die dionysischen Riten entstammen und agro-pastorale Hintergründe haben. Zu den berühmtesten Figuren des sardischen Karnevals gehören die Mamutones und die Merdules aus der Barbagia. In Mamoiada, dem Dorf der Mamutones, werden während der Umzüge realistische Szenen nachgespielt, die den Kreislauf von Leben und Tod darstellen.

Auch die Trachten der einzelnen Orte haben eine tausendjährige Geschichte und werden überall traditionell zu religiösen Volksfesten, wie dem Fest von Sant’Efisio am 1. Mai in Cagliari oder dem des Erlösers in Nuoro im August, getragen.

Dasselbe gilt für die Textilproduktion, deren jahrhundertealte Geschichte bis in die Römerzeit zurück reicht. Auf den Stoffen werden meist Szenen des täglichen Lebens dargestellt, sie haben aber oftmals auch religiösen Charakter. Maria Lai, international bekannte Künstlerin aus der Ogliastra, hat diese Tradition aufgegriffen, um Meisterwerke zeitgenössischer Kunst zu schaffen. Sie sind in ihrem Geburtsort Ulassai und im dortigen von ihr gegründeten Museum „Stazione dell’Arte“ zu sehen.

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GASTRONOMIE

Wie das gesamte Territorium so haben selbstverständlich auch die sardische Küche und die Anbauflächen eine jahrhundertealte Geschichte. Die für Sardinien typische Rebsorte Cannonau wird als die älteste und langlebigste im gesamten Mittelmeerraums angesehen. Mit Eigenschaften, die der französischen Grenache oder der spanischen Garnacha ähnlich sind, galt sie bis vor kurzem als Ableitung der letzteren. Widerlegt wurde diese Hypothese durch die Entdeckung einiger mehr als 3200 Jahre alten Traubenkernreste in verschiedenen Gegenden der Insel. Der zweite typische Weinstock Sardiniens ist der Vermentino, dessen Ursprung allerdings in viele Richtungen führt und noch nicht gänzlich geklärt ist. Dennoch wird auch der sardische Vermentino nicht nur auf der Insel, sondern weltweit hoch geschätzt.

Die georafischen Voraussetzungen sollten glauben lassen, dass Sardiniens Küche vor allem auf Fischgerichten basiert. In Wirklichkeit stammen die beliebtesten Gerichte der Insel aber eher aus der pastoralen und landwirtschaftlichen Tradition. Das Spanferkel (Porceddu) oder das Milchlamm, aus dessen Innereien ein typisch ogliastrinisches Gericht (Sa trattalia) zubereitet wird, zeichnen sich beide durch ihr besonders schmackhaftes Fleisch aus. Der intensive würzige Geschmack ist der halbwilden Aufzucht der Tiere auf weiten Flächen in unberührter Natur zu verdanken. Besonders geschätzt wird außerdem Wildschweinfleisch.

Jede Region hat ihre eigenen typischen Produkte. Berühmt sind die Culurgiones (Teigtaschen mit einer Füllung aus Kartoffeln, Pecorino und Minze), die Fregula, die durch “Rollen” des Grießes in einer großen Majolika-Schüssel gewonnen und später im Ofen gebacken gerne mit Fisch und Muscheln gereicht wird, sowie Seadas oder Sebadas, etwas größere Teigtaschen, die mit Käse gefüllt sind und zum Beispiel mit Honig beträufelt werden.

Sardaigne en liberté – Ökotourismus Sardinien, mit seinem gemischt sardisch-französich-deutschen Team, das sich tagtäglich aufs Neue für die Natur und die Traditionen der Insel begeistert, begleitet dich auf deiner Reise an diesen mystischen Ort. Wir erkunden gemeinsam mit dir die magische und gastfreundliche Insel, vom bergigen Hinterland bis zum türkisfarbenen Meer, um den alten Geschichten, der einzigartigen Sprache und den überwältigenden, ständig wechselnden Landschaftsformen nahe zu kommen.

Dabei achten wir immer darauf, die sardische Umwelt zu respektieren und zu bewahren, lokale Akteure, die sich für eine traditionelle und authentische Produktion einsetzen, zu unterstützen und diesen ethisch-nachhaltigen Ansatz niemals aus den Augen zu verlieren.

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